F1 kämpft um die Einführung einer Gehaltsobergrenze für Fahrer

11:04, 19 Jul 2022
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DieFormel 1 erwägt, die Fahrergehälter in Zukunft zu begrenzen, aber die Frage ist, wie. Toto Wolff und Mattia Binotto haben ihre Zweifel an den Plänen.

Das Ziel der Formel 1 ist es, den Sport wettbewerbsfähiger zu machen, und dafür müssen die Finanzen der Teams enger zusammenrücken. Dies wird bereits durch eine Budgetobergrenze von 140 Millionen Dollar geregelt, aber das schließt nicht alles ein. So haben zum Beispiel die Motorenhersteller immer noch freie Hand, die drei bestbezahlten Angestellten bekommen einen Vertrag außerhalb der Budgetobergrenze und auch die Gehälter der Fahrer sind nicht enthalten.

Teure F1-Fahrer

Für die Motorenhersteller wird es ab 2026 mit ziemlicher Sicherheit eine Budgetobergrenze geben, so dass dieser Teil abgehakt werden kann. Die Fahrer/innen und die drei bestbezahlten Mitarbeiter/innen eines Teams fallen jedoch weiterhin nicht unter die Budgetgrenze. Die Formel 1 will das ändern, aber sie wird das nicht ohne Kampf tun.

So beschreibt Wolff die Situation als kontrovers zu Motorsport-total.de. Der Österreicher ist der Meinung, dass die Fahrer vielleicht zu den drei bestbezahlten Angestellten im Rahmen der Budgetobergrenze gehören sollten. Laut Wolff sollte die Budgetobergrenze allumfassend sein und das ist jetzt nicht der Fall. Der Mercedes-Teamchef meint aber auch, dass die Fahrer/innen genauso viel verdienen sollten wie andere Spitzensportler/innen.

Ferrari geht aufs Ganze

Es wird nicht einfach sein, eine Obergrenze einzuführen. Fahrer und auch Angestellte sind bereits seit langem an ein Gehalt gebunden, das wahrscheinlich über dem neuen Limit liegt. Der Vertrag von Max Verstappen mit Red Bull Racing läuft bis 2028 und der von Carlos Sainz und Charles Leclerc mit Ferrari bis 2024.

Binotto weiß daher nicht, ob dies eine Lösung für das Problem ist. Die Einführung einer Obergrenze für die Fahrergehälter hat nach Ansicht des Ferrari-Teamchefs keine direkten Auswirkungen. ''Es wird sich nur auf drei oder vier Teams auswirken, aber nicht auf mehr. Vor allem diese Teams haben bereits lange Verträge mit ihren Fahrern. Wir können das also nicht kurzfristig einführen'', so der Italiener abschließend.