Das Mercedes Formel-1-Team 2021 hat beschlossen, keine Berufung gegen das Ergebnis des umstrittenen Großen Preises von Abu Dhabi einzulegen, der Max Verstappen seinen ersten Weltmeistertitel bescherte. Das ließ die Frage offen: "Was wäre in einem solchen Fall herausgekommen?
Die Antwort auf diese Frage scheint ein "Nein" zu sein, zumindest wenn man einen Fall in Spanien als Präzedenzfall nimmt. Bei einem GT-Rennen unterlief dem Rennleiter ein Fehler, der dazu führte, dass die Fahrer nach einer Safety-Car-Phase das Rennen nicht in der richtigen Reihenfolge fortsetzten. Eines der teilnehmenden Teams war darüber verärgert und legte in Spanien Berufung ein.
Das Team gewann, und das Ergebnis wurde für ungültig erklärt. Das führte zu Protesten der anderen Teilnehmer, die sich daraufhin an das Internationale Berufungsgericht der FIA wandten. Die höchste gerichtliche Instanz des Verbandes entschied, dass die ursprüngliche Entscheidung der Rennleitung - nämlich das Ergebnis so zu belassen, wie es war - richtig war.
Bekanntlich machte F1-Rennleiter Michael Masi 2021 einen Fehler - den die FIA später zugab -, als er nicht zuließ, dass alle Autos in der Führungsrunde von Lewis Hamilton nach der Safety-Car-Phase in dieselbe Rennrunde zurückkehrten. Nur die Autos zwischen Hamilton und seinem direkten Konkurrenten Verstappen durften dies tun. Eine Runde vor Schluss konnte Verstappen (auch deshalb) angreifen und Hamilton schlagen, was ihm den Sieg und den Titel einbrachte.
Kurz nach dem Vorfall, der das Team verärgerte, gab Mercedes bekannt, dass sie keine weiteren rechtlichen Schritte unternehmen würden. Angesichts der Entscheidung des Internationalen Berufungsgerichts muss man sich fragen, ob eine Klage überhaupt Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Höchstwahrscheinlich nicht.