Liam Lawson hat es nicht geschafft, den Super Formula-Titel zu holen. Der Neuseeländer stand bereits vor einer schweren Aufgabe und hatte am Ende acht Punkte Rückstand auf den Titel.
Nachdem er 2022 Dritter in der F2-Meisterschaft geworden war, wurde Lawson von Helmut Marko mit einem klaren Auftrag in die Super Formula-Meisterschaft geschickt: Er sollte konstant auf einem noch höheren Niveau fahren. Lawson hat gezeigt, dass er den Speed hat, jetzt muss er sich steigern und Champion werden, so wie es Pierre Gasly einst in der japanischen Klasse geschafft hat. Das hat Lawson zu Beginn der Saison 2023 in einem exklusiven Interview mit GPblog ausführlich erklärt.
Lawson begann die Saison fantastisch mit einem Sieg, hatte aber im Laufe der Saison einige schwächere Tage. Vor allem sein 13. Platz in Motegi hat ihn viele Punkte gekostet, die er am Ende der Saison gut hätte gebrauchen können.
Am letzten Rennwochenende gab es für Lawson noch eine Chance, sich den Titel zu sichern, aber nach einem wenig erfolgreichen ersten Qualifying und Rennen am Samstag stand der Neuseeländer am Sonntag vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Lawson holte sich zwar die Pole Position für das letzte Rennen der Saison, gab diesen ersten Platz aber beim Start an Kakunoshin Ohta ab.
Lawson konnte diesen Platz nicht zurückerobern und wurde Zweiter. Damit lag er im Titelrennen weiterhin vor seinen Konkurrenten, aber Ritomo Miyata reichte ein dritter Platz, um seinen ersten Super Formula-Titel zu holen. Lawson kletterte dennoch auf den zweiten Platz in der Meisterschaft und wurde bester Fahrer des Teams Mugen.
Mit seinem zweiten Platz in der Meisterschaft hat Lawson zwar keinen Titel gewonnen, aber den Kampf um einen Platz bei Red Bull hat er sowieso schon verloren. Helmut Marko hat sich dafür entschieden, bei AlphaTauri an Daniel Ricciardo und Yuki Tsunoda festzuhalten, obwohl Lawson bei seinen fünf Grands Prix als Ersatz für den Australier eine starke Leistung gezeigt hat.