Das Qualifying zum Großen Preis von Miami endete vorzeitig, als nur noch etwas mehr als anderthalb Minuten auf der Uhr standen. Ferrari-Pilot Charles Leclerc stürzte und die rote Flagge wurde geschwenkt. Red Bull Racing-Teamberater Dr. Helmut Marko zog daraus eine weise Lehre.
Max Verstappen konnte aufgrund des Crashs und der roten Flagge in Miami keine schnelle Runde fahren. Der erste Run des Niederländers war aufgrund eines persönlichen Fehlers nur für P9 gut und das wurde auch seine Startposition. Es war nicht das erste Mal, dass Leclerc sein Auto in der Schlussphase des Qualifyings in der Mauer parkte und so andere Fahrer daran hinderte, eine schnellere Zeit zu fahren.
In Monaco im Jahr 2021 stand der Monegasse praktisch auf der Pole Position, als er verunglückte. Das Training wurde abgebrochen, so dass unter anderem Verstappen keine schnellere Runde fahren konnte und Leclerc automatisch die Pole Position einnahm. Marko sagt, dass er nach dem zweiten Mal, als dies in Miami passierte, eine weise Lektion gelernt hat. Im Gespräch mit Sky Deutschland stichelt er: "Sarkastisch gesprochen, man darf nicht hinter Leclerc rausfahren".
In Markos Scherz steckt ein Körnchen Wahrheit, das auch auf Verstappen zutrifft. Da die rote Flagge jeden Moment durch einen Unfall eines beliebigen Fahrers geschwenkt werden kann, musst du als Fahrer immer fehlerfrei sein. Verstappen war bei seinem ersten Lauf nicht so. Der GP von Monaco ist nicht mehr weit weg und findet nach dem kommenden GP in Imola statt. Wenn es nach Marko geht, wird Verstappen dort also definitiv vor Leclerc in Q3 auf die Strecke gehen.