Toto Wolff findet nicht, dass es in der Formel 1 in den letzten Jahren zu viel um Politik gegangen ist. Das sagt er im Gespräch mit Autosport.de. Laut dem österreichischen Mercedes-Teamchef ist es völlig verständlich, dass Teams für sich selbst einstehen.
In den letzten Jahren hat sich in der Motorsportklasse viel verändert. Ende 2021 sprach sich Mercedes zum Beispiel entschieden gegen Michael Masi aus, der als Rennleiter keinen guten Eindruck gemacht hatte. Das trug dazu bei, dass sich die FIA von ihm trennte und mit Niels Wittich und Eduaro Freitas zwei Nachfolger ernannte.
In dieser Saison wurde das Reglement geändert, woraufhin Mercedes und mehrere andere Teams unter Porpoising litten. Um die Sicherheit im Sport zu gewährleisten, beschloss die FIA, auch hier einzugreifen und den Teams neue Regeln aufzuerlegen. Schließlich sorgte auch der Verstoß von Red Bull Racing gegen den Kostendeckel für Kontroversen.
Wolff ist überzeugt, dass es sich nicht vermeiden lässt, dass Teams manchmal Alarm schlagen, und hält die Diskussionen oft für logisch. "Es geht darum, die eigene Struktur zu schützen, und ich denke, das tun wir alle", sagte er im Interview.
"Ich denke, das ist ganz normal. Ich glaube nicht, dass es mehr oder weniger Spiele gab. Jeder lebt sozusagen nach seinen eigenen Maßstäben. Ich denke, es war so ziemlich Business as usual, würde ich sagen", sagte Wolff, der hofft, mit der deutschen Formation in der nächsten Saison um den Weltmeistertitel zu kämpfen.