Die Konkurrenz ist Red Bull Racing ein ganzes Stück näher gekommen. In Monaco läuft es nicht gut für den österreichischen Rennstall, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie in letzter Zeit dominiert haben. Das sieht auch Chefingenieur Paul Monaghan so. Trotzdem ist er zuversichtlich, was die nächsten Updates des Teams angeht.
In Miami hat das McLaren-Team große Updates eingebaut, die ihre Arbeit tatsächlich sofort erledigt haben. Red Bull Racing kam in Imola mit Updates, die aber nicht sofort für mehr Geschwindigkeit sorgten. Monaghan sieht, dass sich die Konkurrenz angenähert hat. "Ich denke, es gibt generell eine Annäherung, oder? Die anderen sind an uns dran. Es wird ein enger Kampf bis zum Schluss."
Red Bulls Chefingenieur weiß, dass es verschiedene Wege gibt, die Pole Position zu erreichen. "Jede Strecke stellt uns vor eine Reihe von Herausforderungen. Und wir müssen einfach auftauchen und sie besser angehen als alle anderen. Wenn wir unsere Rundenzeit ein bisschen anders erreichen als unsere nächsten Gegner, ist das doch unsere Sache, oder? In Imola hatte McLaren zum Beispiel einen anderen Flügel als Ferrari und einen anderen Flügel als Mercedes. Es gibt also drei verschiedene Möglichkeiten, die Rundenzeit zu ermitteln, nicht wahr? Wenn du einen größeren Flügel montierst, nimmst du in Kauf, auf den Geraden etwas langsamer zu sein, aber du erwartest, in den Kurven etwas besser zu sein, und du machst deinen Kompromiss. Das bestimmt die Anforderungen an deinen Frontflügel. Das wird deine Fahrhöhe beeinflussen. Wenn das die Art und Weise, wie die Leute ihre Rundenzeiten erreichen, offenlegt, können die Autos ihre eigenen Entscheidungen treffen. Und das werden wir auf jeder Strecke."
Sergio Perez hat in den Medien erklärt, dass größere Updates für das Team notwendig sind. Monaghan war sich dessen nicht bewusst. Außerdem versichert er, dass die Updates kommen werden. "Nett von ihm, dass er uns informiert hat. Ich werde mit ihm darüber sprechen. Wie ich deinem Kollegen schon sagte, sagt die Optik eines Upgrades nicht unbedingt etwas über seine aerodynamische Leistung aus. Es ist ja nicht so, dass wir ein Auto haben, das nicht auf der Höhe der Zeit ist und mit größeren Änderungen experimentieren müssen. Wir haben ein wirklich konkurrenzfähiges Auto. Ich denke, wir haben ein gutes Verständnis dafür. Wir sollten nicht an unserem Entwicklungsprozess zweifeln. Wir haben Upgrades vor uns. Der Fertigungsbedarf bestimmt, wann wir sie bringen können. Also, ja, wir haben Upgrades vor uns. Und das ist nichts, worauf du reagierst, denn letzte Woche waren wir ein bisschen knapp dran und in Miami wurden wir natürlich besiegt. Der Plan ist da. Wir werden nicht lethargisch sein und die Upgrades bringen. Wenn sie also bereit sind, sind sie dran. Mach dir keine Sorgen. Es wird jetzt ein Rennen mit mehreren Leuten."