Russell unzufrieden mit Reifenstrategie: "Fühlte sich an, als würde ich auf Eis fahren".

9:09, 31 Okt 2022
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George Russell ist enttäuscht von der Strategie, die Mercedes für Mexiko gewählt hat. In der Nachbetrachtung mit Sky Sports Russell behauptet, er hätte mit Red Bull mithalten können, wenn Mercedes der Strategie von Red Bull gefolgt wäre.

Russell hatte einen relativ guten Start in Mexiko. Vom zweiten Platz aus gestartet, sah er sofort Max Verstappen wegfahren, konnte sich aber gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton verteidigen, der deutlich mehr Speed hatte. Doch in der ersten Kurve überholte ihn Hamilton trotzdem, und wenig später zog auch Sergio Perez an ihm vorbei. Von da an war das Rennen für Russell von der Reifenstrategie geprägt.

Russell und Mercedes hatten unterschiedliche Vorstellungen von der Strategie

Russell gab bald über den Teamfunk zu verstehen, dass er einen langen Stint auf dem Medium-Reifen fahren und dann gegen Ende auf den weichen wechseln wollte. Also das Gegenteil von dem, was Perez und Verstappen taten. Aber das Mercedes-Team hatte schließlich andere Pläne. Russell wurde geholt, um auf den harten Reifen zu wechseln, und fuhr den Rest des Rennens hinter Perez her, ohne dass der Mexikaner jemals wirklich in seine Reichweite kam. Im Nachhinein musste Russell jedoch zugeben, dass seine Strategie nicht so funktioniert hatte, wie er ursprünglich gedacht hatte.

"Ich wollte länger auf dem Medium fahren", erklärte er. "Gegen Ende habe ich so viel Druck gemacht, wie ich konnte, aber es war wie auf Eis zu fahren. Für mein Gefühl hatten wir an diesem Wochenende das schnellste Auto. Hätten wir die gleiche Strategie wie Red Bull gehabt, hätten wir uns wirklich wehren können.

Am Ende wechselte Russell in der Schlussphase des Rennens zwar auf den roten Reifen, aber nicht so, wie er es geplant hatte. Die Explosion des Motors von Fernando Alonso beschädigte seine Reifen und Russell legte kurz vor Schluss einen zusätzlichen Boxenstopp ein. Das brachte ihm zwar keine bessere Platzierung ein, aber dafür die schnellste Rennrunde.