Zusammenfassung | Komplette Zeitleiste von Ricciardo bei McLaren

20:49, 24 Aug 2022
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Für Daniel Ricciardo wird das Abenteuer bei McLaren leider nur von kurzer Dauer sein. Nach nur zwei Jahren wird der Australier das Team aus Woking vorzeitig verlassen. Trotzdem ist in dieser Zeit eine Menge passiert. Von seiner sehr überraschenden Ankündigung beim Team, über seinen besonderen Sieg in Monza bis hin zu den Gerüchten über einen möglichen Abschied. GPblog fasst seine bisherige Zeit im Team in diesem Artikel zusammen.

Ankündigung:

Nachdem Carlos Sainz seinen Wechsel von McLaren zu Ferrari angekündigt hatte, wurde ein Platz frei. Nach zwei Jahren bei Renault war es McLaren, die den Australier im großen Stil ankündigten und einen Mehrjahresvertrag bis 2023 bekannt gaben. Neben Lando Norris würde McLaren das "stärkste Duo in der Startaufstellung" haben.

Erstes Rennwochenende für McLaren:

Nach dem ersten Qualifying für McLaren war Ricciardo sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Er startete beim Großen Preis von Bahrain 2021 von Platz sechs aus, noch vor seinem Teamkollegen Norris. Der neue McLaren-Pilot startete als Sechster und beendete das Rennen als Siebter. Er blickte zufrieden zurück, sah aber auch noch Raum für Verbesserungen, obwohl das Auto offensichtlich sehr gewöhnungsbedürftig war.

Gewinnen in Monza:

Ein Highlight für Ricciardo, auf das er trotz seiner Abreise gerne zurückblickt, ist sein Sieg in Monza. Beim Großen Preis von Italien fuhr der Australier einen spektakulären Sieg ein. Lando Norris machte sogar einen Doppelsieg für McLaren perfekt, woraufhin sich Zak Brown ein Tattoo zur Erinnerung an den glücklichen Moment stechen ließ. Das Rennen in Monza wird jedoch vor allem als das Rennen in Erinnerung bleiben, bei dem die Titelrivalen Max Verstappen und Lewis Hamilton neben der Strecke ineinander krachten. Dennoch wird Ricciardos Sieg auf der italienischen Rennstrecke der vorerst letzte für McLaren sein. Der Sieg des Fahrers aus Perth wird auch als der erste Sieg des Teams aus Woking seit 2012 in die Bücher eingehen.

Nach dem Wochenende konnte der stets lächelnde Fahrer es nicht so recht glauben und sagte, er sei immer noch auf einer Wolke.

Ein enttäuschender Start in die Saison 2022:

Obwohl der Start mit enttäuschenden Ergebnissen hart war, gelang es dem Fahrer aus Perth, sich zu erholen. Der Sieg beim Großen Preis von Italien gab ihm Auftrieb und er war fest entschlossen, an die starke zweite Saisonhälfte von McLaren anzuknüpfen. Doch Ricciardo hatte einen enttäuschenden Start in die Saison, da er sich kurz vor den dreitägigen Testfahrten in Bahrain mit einem Coronavirus infizierte. So war es Teamkollege Norris, der viele Stunden im brandneuen Auto absolvieren durfte. In der Folge erreichte Ricciardo den vierzehnten Platz in Bahrain, ein DNF in Saudi-Arabien und den achtzehnten Platz beim GP von Emilia-Romagna. Auf der neuen Strecke in Miami wurde der Australier Dreizehnter. Danach beendete er fünf von acht Rennen außerhalb der Punkteränge.

Alles in allem eine bisher enttäuschende erste Saisonhälfte. Von den 95 Punkten, die das McLaren-Team bisher geholt hat, konnte Ricciardo nur 19 in die eigene Tasche stecken und musste oft neben seinem stärkeren Teamkollegen Norris stehen.

Zak Brown über die Leistungsklausel:

McLaren-Chef Zak Brown äußerte sich im Mai kritisch über Ricciardos Leistung. Der hochbezahlte Australier hat - trotz des überraschenden Sieges in Monza im letzten Jahr - die Erwartungen bei McLaren noch nicht erfüllt. Der Vertrag zwischen McLaren und Ricciardo läuft noch bis zum Ende des Jahres 2023. Deshalb sagte Brown, dass das Team und der Fahrer alles tun, um seine Leistung zu verbessern. Aber, so Brown, andernfalls gibt es auch "einen Mechanismus", um den Vertrag aufzulösen. Nach Browns Äußerungen wurde vermutet, dass McLaren eine Art Leistungsklausel nutzen könnte, um Ricciardo möglicherweise zu entlassen. Daraufhin berichteten mehrere Quellen, dass dies nicht der Fall ist und die Option bei Ricciardo selbst liegt. Dies stellte er auch am 13. Juli in den sozialen Medien klar:

Piastri-Drama:

Alpine hatte zuvor angekündigt, dass Oscar Piastri nächstes Jahr Fernando Alonso im Team ersetzen wird, aber der Australier dementierte dies in seinen sozialen Medien. Piastri, der in seinem Debütjahr sowohl in der Formel 3 als auch in der Formel 2 den Titel holte, betonte, dass er keinen Vertrag mit Alpine für 2023 hat. Er bekräftigte die seit langem bestehenden Gerüchte, dass er in der Formel 1 bei McLaren debütieren wird. Infolgedessen muss Platz geschaffen werden und ein Abgang des enttäuschenden Ricciardo war bereits angedacht.

Die Bestätigung:

Nach einer Sommerpause, die voller Spekulationen und Gerüchte war, gibt es nun endlich die lang erwartete Nachricht. Nach dieser Saison wird die Zusammenarbeit zwischen Ricciardo und dem McLaren-Team zu Ende gehen. Eine Ankündigung, dass Piastri von Woking zum Team stößt, dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

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