Wir sollten uns nicht wundern, wenn die Ferrari im Rennen am Sonntag in Sachen Geschwindigkeit viel näher an den RB18 von Max Verstappen und Sergio Perez dran sind. Es heißt, dass das Team aus Maranello viel Arbeit in sein Rennsetup gesteckt hat. Das könnte den großen Rückstand auf Max Verstappen im Qualifying erklären. Oder liegt es daran, dass seit diesem Wochenende eine neue technische Richtlinie von der FIA in Kraft gesetzt wurde?
Nach Angaben von Auto, Motor und Sport Ferrari wusste bereits, dass Red Bull am Samstagnachmittag das überlegene Team sein würde. Aus diesem Grund hat Ferrari das Risiko eingegangen, mit mehr Abtrieb zu fahren. Das sollte ihnen im Rennen in die Hände spielen, zumal Red Bull im freien Training mit einem Setup mit weniger Abtrieb Probleme mit dem Reifenverschleiß hatte.
Bei Ferrari gerät man nicht in Panik. Dass Verstappen eine 1:43,665 geschafft hat, liegt nach Ansicht der Italiener vor allem daran, dass der Niederländer sein Material übertroffen hat. Für die "realistischere" Geschwindigkeit des RB18 verweisen sie auf Sergio Perez und Ferrari-Pilot Carlos Sainz. Der wirkliche Unterschied zwischen dem RB18 und dem F1-75 beträgt sicher keine sechs Zehntel, denken sie bei Ferrari.
Außerdem sagt Ferrari, dass Spa einfach eine Red Bull-Strecke ist. Der RB18 ist das effizientere Auto, erzeugt mehr Anpressdruck unter dem Auto und kann daher auch mit kleineren Flügeln und damit weniger Anpressdruck konkurrenzfähig sein.
Laut dem erwähnten deutschen Medium gibt es aber auch die Theorie, dass Ferrari durch die neuen technischen Richtlinien zurückgeworfen wurde und daher der Rückstand auf Red Bull rührt. Seit dieser Woche prüft die FIA, ob die F1-Autos nicht zu stark hüpfen. Möglicherweise musste Ferrari das Auto höher einstellen, weil es anfangs zu stark hüpfte. Ferrari selbst sagt jedoch, dass dies nicht stimmt.