Russell wollte Williams nach 2020 verlassen, hatte aber keine Wahl

14:35, 15 Jul 2022
0 Kommentare

George Russell hatte gehofft, in seinen ersten drei Jahren in der Formel 1 konkurrenzfähiger zu sein, aber Arbeitgeber Williams hatte ein schwieriges Jahr. Der Brite wusste 2020, dass auch die folgende Saison für ihn sehr schwierig werden würde. Er deutete an, dass er den Rennstall aus Grove verlassen wollte. Vertraglich war das aber nicht möglich.

"Im Nachhinein betrachtet, waren drei Jahre, in denen ich allein am Ende der Startaufstellung stand, zu lang. Aber leider hat Claire [Williams] bei den Vertragsverhandlungen einen ziemlich guten Job gemacht, und es gab keinen Ausweg", sagte Russell bei Jenseits des Netzes. Der jetzt 24-jährige Fahrer hat einen Mehrjahresvertrag unterschrieben, der es ihm unmöglich macht, 2021 für ein anderes Team zu fahren.

Die Geduld wird auf die Probe gestellt

Hätte Mercedes Russell unter Vertrag genommen, wäre es für ihn sehr einfach gewesen, zu wechseln. Doch Toto Wolff und seine Leute entschieden sich 2021 für Valtteri Bottas an der Seite von Lewis Hamilton und so hatte Russell keine Wahl. Was folgte, war eine weitere einsame Saison in der Nachhut, obwohl er viermal in die Punkteränge fahren konnte.

2018 fährt Williams mit Felipe Massa und Sergey Sirotkin bereits eine sehr mittelmäßige Saison, aber das hielt Russell nicht davon ab, trotzdem bei Williams zu unterschreiben. "Aber wir dachten, dass dieses Team sich davon erholen kann und wieder in der P5- bis P3-Region konkurrenzfähig sein wird. Wir waren uns also einig, dass drei Jahre eine gute Zeit sind, in der wir um Punkte und vielleicht sogar um Podestplätze kämpfen können."

Russell zu Mercedes

In dieser Hinsicht war der aktuelle Mercedes-Fahrer zwar enttäuscht, aber alles in allem glaubt er, dass 2022 der richtige Zeitpunkt war, um zum amtierenden Weltmeister aus Brackley zu wechseln. Das neue Reglement macht es Russell leichter, mit Hamiltons Leistungsniveau mitzuhalten, da das letztjährige Auto bereits nach seinen Wünschen gestaltet wurde. Jetzt kann Russell viel mehr Einfluss nehmen und das Auto (teilweise) nach seinen eigenen Wünschen gestalten.