Ralf Schumacher hält es für sinnvoll, dass Sergio Perez beim Großen Preis von Miami nicht auf der harten Mischung gestartet ist. Laut dem ehemaligen Formel-1-Piloten hat Red Bull Racing nur deshalb eine andere Strategie für Max Verstappen gewählt, weil er aus dem Mittelfeld starten musste. Außerdem geht Schumacher hart mit dem italienischen Ferrari ins Gericht.
Zu Red Bulls Entscheidung, Verstappen auf den Weißwangenreifen statt auf den Medium-Reifen zu setzen, sagt er: "Das war doch der Position von Max geschuldet. Es ist völlig normal, dass aus dieser Position versucht wird, mit der härteren Mischung länger auf der Bahn zu bleiben und Ränge gutzumachen. Hätten die beiden in der ersten Startreihe gestanden, wäre die Reifenwahl identisch gewesen."
Dass der zweimalige Weltmeister den Sieg davongetragen hat, kam laut dem deutschen Analysten auch nicht ganz unerwartet. Bereits im zweiten und dritten Freien Training und auch im Qualifying hatte Verstappen gezeigt, dass er schneller war als Teamkollege Perez. "Nein, den Ausschlag zum Sieg von Max hat dieses Mal gegeben, dass er einfach das ganze Wochenende über der schnellere Mann gewesen ist. Das war Können und auch ein wenig Glück."
Gleichzeitig hat Schumacher kein gutes Wort über die Leistung von Ferrari zu sagen. "Die Fehler der Fahrer häufen sich, die brauchen einfach mehr Geduld. Bei der Erfahrung von Carlos Sainz darf es doch nicht passieren, dass er sich wieder eine Fünfsekunden-Strafe einhandelt". Doch das ist nicht das Beunruhigendste. "Aber das wirklich Alarmierende für mich ist das Tempo des Autos im Rennen, wieder sehr schlecht. Die Tendenz ist nicht gut."