Toto Wolff hat gesehen, dass Red Bull Racing mit den Updates, die nach Budapest gebracht wurden, einen weiteren großen Schritt gemacht hat. Mercedes ist ratlos, da beide Mercedes-Fahrer in beiden Rennen von Max Verstappen zurückgestuft wurden. Teamchef Wolff weiß, dass es Arbeit gibt, aber er sagt auch, ohne es in so vielen Worten zu sagen: Es ist schade, dass Sergio Perez seinen Teamkollegen nicht herausfordern kann.
Wolff ist sich nicht so sicher, ob die derzeitige Dominanz von Red Bull mit den Jahren vergleichbar ist, in denen Mercedes einsam an der Spitze des Feldes fuhr. "Aber zumindest hatten wir zwei Autos, die gegeneinander gekämpft haben", verriet der Mercedes-Teamchef unter anderem gegenüber Autosport.com nach dem GP von Belgien, den Max Verstappen gewann. "Das sorgte für ein bisschen Unterhaltung für alle, und das ist im Moment nicht der Fall."
Red Bull führte in Ungarn die notwendigen Updates ein und mit ihnen erwies sich der RB19 als noch schneller, als er ohnehin schon war. Die Konkurrenz, darunter auch Mercedes, schien den Abstand ein wenig verringert zu haben, aber seit dem Wochenende auf dem Hungaroring können sie wieder von vorne anfangen. Wolff hatte nicht erwartet, dass der Unterschied zwischen dem RB19 und dem W14 so groß sein würde. Verstappen startete von P6 und kam schließlich 50 Sekunden vor Lewis Hamilton ins Ziel. Ein Vorsprung von mehr als einer Sekunde pro Runde.
Die gute Nachricht für Mercedes ist, dass Red Bull in diesem Jahr nicht mehr mit größeren Updates aufwarten wird. Die schlechte Nachricht: In Milton Keynes geht der Fokus nach der Sommerpause bis 2024 und so ist es nicht undenkbar, dass die Österreicher nächste Saison wieder mit einem Vorsprung starten werden.
Red Bull wird unterdessen weiterhin alles tun, um seine Serie von 13 Siegen in Folge fortzusetzen. Ist es möglich, dass Verstappen und Sergio Perez 2023 alle Rennen gewinnen? "Wenn du logisch denkst, dann nein [denn an einem einzigen Rennwochenende kann eine Menge schiefgehen]. Aber wir hätten nie gedacht, dass wir auch die ersten 12 Rennen gewinnen könnten, also warum nicht jetzt", sagte Wolff.