Im letzten Grand Prix der Saison 2023 schrieb Yuki Tsunoda Geschichte: Er war nach Takuma Sato beim Großen Preis von Europa 2004 erst der zweite Japaner, der jemals ein F1-Rennen anführte. Ein schönes neues Kapitel im Motorsportbuch des asiatischen Landes, auch wenn es dem AlphaTauri-Fahrer selbst völlig entgangen war.
Im Gespräch mit den Medien - einschließlich GPblog - Tsunoda verriet nach dem Fallen der Zielflagge in Abu Dhabi, dass er zunächst nicht wusste, dass er an der Spitze lag: "Ich habe alles gegeben. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, dass ich an der Spitze lag, deshalb bin ich ziemlich überrascht", lachte der Japaner.
Am Ende wurde Tsunoda Achter im Rennen. Damit punktet er erneut und zeigt, was für eine enorme Wende AlphaTauri in der zweiten Saisonhälfte geschafft hat: "Wenn wir zurückblicken, hätten wir in der ersten Saisonhälfte nie gedacht, dass wir uns so massiv verbessern würden, und ohne die Leistung des Teams hätten wir das nicht geschafft. Sie haben dieses Jahr so viel gepusht, dass wir fast bei jedem Rennen eine Verbesserung hatten, das war verrückt! Sie [das Team] haben es verdient."
Tsunoda erwähnt dann Franz Tost mit Namen. Der Mann, der dem Japaner eine Chance in der Formel 1 gab, verabschiedete sich nach Abu Dhabi als Teamchef. Auch dank der vielen Punkte, die Tsunoda in den letzten Wochen gesammelt hat, konnte AlphaTauri vom letzten Platz in der Meisterschaft auf Platz acht klettern. "Ich war nicht in der Lage, Franz das größte Geschenk zu machen. Aber immerhin habe ich alles gegeben und ihm zumindest meine Leistung und ein wenig Anerkennung gezeigt."