Lewis Hamilton hat das erste freie Training vor dem Großen Preis von Monaco 2024 gewonnen. Der siebenfache Weltmeister zeigte eine gute Pace und setzte sich mit weniger als einer Zehntelsekunde Vorsprung vor Oscar Piastri an die Spitze des Trainings. George Russell wurde Dritter und sorgte damit für ein positives Ergebnis für Mercedes.
Mercedes sollte sich nicht zu früh freuen. Weder Red Bull noch Ferrari zeigten während des 60-minütigen Trainings ihre beste Leistung auf den weichen Reifen. Der Sprung von den Medium-Reifen auf die Soft-Reifen war für die meisten Teams erheblich. Es gab sogar eine Andeutung, dass Piastri vom Gas ging, als er auf einer seiner schnellsten Runden die Linie überquerte.
Norris wurde Vierter, während Leclerc der schnellste Ferrari-Pilot auf den Medium-Reifen war. Die Red Bull-Fahrer Max Verstappen und Sergio Perez kamen auf den Plätzen 11 und 12 ins Ziel. Red Bull benutzte während der Session keine weichen Reifen, sodass sie Zeit haben, sich zu verbessern. Verstappen zeigte sich über den Teamfunk allerdings nicht sonderlich beeindruckt und sagte einmal, das Auto stehe auf Messers Schneide.
Im ersten freien Training in Monaco geht es normalerweise darum, Vertrauen aufzubauen, sich an die Anforderungen der Straßen von Monte Carlo zu gewöhnen und Grip auf einer relativ schmutzigen Strecke zu finden. Aus diesem Grund starteten 18 der 20 Fahrer mit harten Reifen.
Schon während des ersten Wechsels setzten sich die ersten drei Teams ab. Nach dem ersten Satz führte Norris vor Verstappen und Sainz. Pierre Gasly musste nach diesen Runden wegen eines PU-Problems eine Pause einlegen, wie er im Funk sagte. Alpine brachte Gasly innerhalb weniger Minuten wieder auf die Strecke, doch dann meldete der Fahrer "keine Leistung".
Leclerc war der erste Fahrer, der auf den harten Reifen einen großen Sprung nach vorne machte. Er fuhr nach 20 Minuten die schnellste Zeit und verbesserte die bisherige Bestzeit von Norris um sechs Zehntel. Sainz folgte bald darauf und gab damit einen frühen Hinweis auf die Stärken von Ferrari in Monaco.
Mercedes gehörte zu den ersten, die in Monaco die weichen Reifen einsetzten, und das spiegelte sich auch in den Zeitenlisten wider: Russell fuhr 25 Minuten vor Schluss die schnellste Zeit von allen. Piastri, ebenfalls auf den weichen Reifen, war in seiner ersten Runde drei Zehntel langsamer. Perez hatte einen kleinen Moment in der Box, als er eine provisorische Barriere streifte, was den Mexikaner aber nicht behinderte.
Die Leistung der weichen Reifen wurde sogar durch den Sprung von Tsunoda auf P3 unterstrichen. Ferrari und Red Bull hatten noch keine Leistung auf den weichen Reifen gezeigt, als 13 Minuten vor Schluss die rote Flagge geschwenkt wurde. Zhou hatte in der ersten Kurve einen Moment und streifte die Leitplanke. Er konnte zwar weiterfahren, hinterließ aber Trümmerteile des Frontflügels. Leclerc sammelte die Trümmerteile ein und wollte seinen Boden während der roten Flagge überprüfen lassen. Perez beendete die Session mit einem Reifenschaden.