Der Große Preis von Kanada steht vor der Tür und die Chancen, dass es ein besonders nasses Wochenende wird, sind extrem hoch. Laut Wettervorhersage soll es an allen drei Tagen regnen, was bedeutet, dass die neuen Full Wets und Intermediates zum Einsatz kommen können.
Der Freitagmorgen in Montreal beginnt zwar trocken, aber von Mittag bis Mitternacht besteht eine 80-prozentige Chance auf Regen. Das erste und zweite freie Training drohen also buchstäblich ins Wasser zu fallen.
Das Gleiche gilt für das dritte freie Training und das Qualifying. Für den gesamten Samstag werden zwischen 75 und 85 Prozent Regen vorhergesagt, was bedeutet, dass die Fahrer mit großer Wahrscheinlichkeit auf Regenreifen um die Pole Position kämpfen werden. Eine Abstimmung, die auf regnerische Bedingungen ausgerichtet ist (d.h. viel Abtrieb), scheint für das Qualifying sinnvoll zu sein, aber die Abstimmung sollte auch für einen Tag später berücksichtigt werden.
Denn möglicherweise werden wir am Sonntag noch die Slicks sehen. Bis zum Start des Rennens (14:00 Uhr Ortszeit, Anm. d. Red.) besteht eine etwa 50-prozentige Niederschlagswahrscheinlichkeit, aber danach wird es besser. Die Sonne wird an diesem Wochenende in Kanada nicht zu sehen sein und so wird die Strecke zweifellos noch sehr nass sein, wenn die Lichter ausgehen. Nach 14:30 Uhr sinkt die Regenwahrscheinlichkeit auf 20 Prozent und es besteht die Chance, dass die Strecke trocken ist und wir zum Beispiel die Softs noch in Aktion sehen werden.
Wenn die Strecke trockener wird, ist es aufgrund der vielen langen Geraden in Kanada ratsam, mit einem Set-up mit geringem Abtrieb zu fahren. Die Teams werden also nach dem dritten freien Training eine wichtige Entscheidung treffen müssen. Setzen sie auf ein Set-up, das bei beiden Wetterbedingungen funktioniert, oder setzen sie lieber auf ein Regen-Set-up.