George Russell fuhr drei Saisons lang bei Williams und obwohl er für jeden Teamkollegen viel zu stark war, konnte er Eddie Jordan nicht genug überzeugen. Der ehemalige Formel-1-Teamchef ist inzwischen darauf zurückgekommen. Der 75-jährige flamboyante Ire gibt zu, dass er vor ein paar Jahren ziemlich falsch lag.
Russell wechselte 2022 als Ersatz für Valtteri Bottas zu Mercedes. Strukturell war ein Kampf um den Sieg nicht zu erwarten, aber das lag eher am W13 als an Russell selbst. Der 25-jährige Fahrer krönte seine Debütsaison bei der deutschen Formation mit einem vierten Platz in der Weltmeisterschaft (vor Lewis Hamilton) und einem ersten F1-Sieg beim Großen Preis von Brasilien.
"Ich habe mich bei George geirrt", sagte Jordan im Formula For Success-Podcast. Er fand Russell bei Williams, dem Kundenteam von Mercedes, auf Anhieb nicht sehr überzeugend. "Ich habe ihn im Williams gesehen und dachte: 'Werden sie ihn wirklich unter Vertrag nehmen?' Er hat mich absolut umgehauen. Ich hätte nie gedacht, dass er das schafft, was er schafft, und ich hätte nie gedacht, dass er Lewis schlagen würde."
In dieser Saison muss Russell mit Blick auf die WM-Wertung seine Überlegenheit gegenüber dem siebenfachen Weltmeister vorerst anerkennen. Hamilton hat in fünf Grands Prix 56 Punkte gesammelt, sein jüngerer Landsmann liegt bei 40 Punkten. Im Qualifying hat Russell allerdings die Oberhand. Nur einmal musste er Hamilton den Vortritt lassen.